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Eclipse - Charakter
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Re: Eclipse

am 23.04.18 19:16
Ich hatte mich ein wenig erschrocken, als ich Amons Hand plötzlich auf meine Stirn spürte. Was tat er da? „N-Nein, es ist alles ok.“, kicherte ich etwas nervös. „Du brauchst mir nichts holen, mir geht’s gut.“, erklärte ich ihm und setzte mein überzeugendstes Lächeln auf. Hoffend darauf, dass er nicht weiter nachfragte, sah ich ihn bloß an und wartete darauf, dass die Röte auf meinen Wangen verblasste.
„Erzähl du mir lieber, was dieser Dämon des Hasses für einer ist.“, fragte ich mal wieder neugierig und faltete meine Hände hinter meinem Rücken zusammen. Amon und ich machten uns langsam auf den Weg zum Saal, trafen auf dem Weg bereits auf einige der Angestellten, die einzelnd ihren Aufgaben nachgingen, um Amons Anweisung zu erfüllen. Wie erwartete, konnte ich Phay in der Menge nirgendswo erkennen. Ein kleines Lächeln verlor sich auf meinen Lippen, als ich daran dachte, wie typisch es für sie war. Phay selber lief nur selten in der Villa herum, sie kam bloß, wenn man sie rief. Warum es so war, wusste ich jedoch selber nicht.
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Re: Eclipse

am 23.04.18 19:29
„Ähm, Hass ist einer der ersten Dämonen und mein Bruder. Ich glaube nicht, das er hierhin kommt um jemanden zu töten, er hatte bei diesen ganzen Macht spielen nie mit gemacht.“ Amon machte es sich auf seinem Thron bequem.
„Ich muss zugeben, ich mag ihn. Er versteht mein Wesen und hat mir bei einigen Kämpfen beigestanden die sogar noch länger her sind als der Fall des Morgensterns...“
Amon hörte auf zu reden.
„Hmm, vergangenes... ich hoffe es kommt nicht zu einem Kampf... ich glaube den würde ich nicht überleben... in meiner jetzigen Verfassung und selbst wenn nicht, ich will Asmodeus nicht tot sehen.“
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Re: Eclipse

am 23.04.18 20:01
„Dein Bruder also?“, fragte ich noch mal nach. Amon schien den Dämon, den er Asmodeus nannte, zu mögen. Seine Worte beruhigten mich ein wenig. Wie es aussah, würde er wohl keine Bedrohung für uns darstellen. Etwas entspannter und mit weniger Misstrauen dem noch Fremden gegenüber setzte ich mich an Amons Seite und ließ meine Beine zufrieden in der Luft baumeln.
„Unterschätz dich nicht so! Du hast Xanthurax und dein anderes Ich ganz alleine besiegt, außerdem bin ich auch noch hier!“, erinnerte ich ihn und schlug ihm mit einem Grinsen gegen seine Schulter. Ich konnte mir ganz einfach nicht vorstellen, dass es neben Amon einen ebenso starken, wenn nicht sogar noch stärkeren Erzdämon gab.
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Re: Eclipse

am 23.04.18 20:30
Die Vorbereitungen waren abgeschlossen und Xastur und Amon saßen am Tisch.
In dem Saal brannten Kerzen und der Tisch war zu einem übertriebenen Maße gedeckt.

Eine ganze Weile verging bis die Kerzen zu flackern anfingen, Wind pfeifte durch die Türschlitze und dann sprang die Tür auf.
In der Tür stand eine Person die sich wie Amon bewegte, etwa genau so groß war wie er und auch an sich vom äußeren viel mit dem Erzdämon der Angst gemeinsam hatte.
Seine Haare waren weiß und gingen zu den Spitzen hin in ein tiefes schwarz über, seine seiten waren rasiert und oben war seine Haare lang die dann nach hinten zurück gebunden waren. Obsidian-Onyxhaut wie die die Amon gleich sah zierte auch den Körper von Asmodeus mit dem unterschied das kein Feuer in seiner Brust brannte, sondern ein Wirbelsturm darin tobte, der ziemlich gut sichtbar war.
Asmodeus schaute sich in dem Saal um.
„Das ist nicht dein ernst.“ sagte er.
„Alles für dich, setz dich doch.“ erwiederte Amon und zeigte auf einen Stuhl am anderen Ende des Festtisches.
„Du kannst mich mal...“ Asmodeus setzte sich auf den Stuhl.
„Ich denke du weißt weswegen ich hier bin, Angst?“
„Ich kanns mir denken.“
„Du hast die Träume auch?“
Amon nickte. „Wusste ichs doch.“
„Das heißt absolut nichts gutes, Angst. Wenn sich wirklich die Siegel lösen und sich die Box öffnet, haben wir ein großes Problem.“

„Als erstes... ich nenne mich jetzt Amon und... ja, ich verstehe, aber weswegen bist du hier.. du kommst doch nicht mit leeren Händen oder?“
Asmodeus blickte zu Xastur.
„Amon... verstehe. Du hast recht, ich komme mit einem Plan und einem Geschenk.
Erstens, wir brauchen einen Teufel.
Zweitens, der Teufel muss Baal aus seinem Käfig befreien.
Drittens, wir müssen Baal dazu bringen, unseren Vater zu töten sobald er die Box verlässt.“

Asmodeus machte eine Kreisende Handbewegung und zog etwas aus dem nichts.
„Ich hoffe du machst nen guten König, Bruder.“ Asmodeus schmiss, einen Beutel einmal über den Tisch. Amon fing in und schaute rein... guckte dann hoch zu Asmodeus.
„Ist das dein ernst.“
„Nein, ich verarsch dich nur. Du kennst den Plan, finde den Rest selbst herraus, du findest mich schon wenn du mich brauchst. Habe ich deine Erlaubnis, dein Terretorium zu verlassen?“
„Ja.“
Daraufhin entstand ein Wirbelsturm um Asmodeus und als er wieder aufhörte... war er weg.
„Xastur, schau in den Beutel.“
Amon öffnete den Beutel damit Xastur hinein gucken konnte, darin befanden sich 6 Splitter.
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Re: Eclipse

am 23.04.18 21:03
Gespannt warteten wir auf unseren Gast. Er ließ sich sichtlich Zeit, bis er endlich mit einem unbeeindrucktem Gesichtsausdruck in der Tür stand. Amon schien recht zu haben, als er sagte, es würde ihn nicht gerade freuen, wenn wir ihn so herzlich empfingen. Während Asmodeus Schritt für Schritt näher kam und wir uns zu Tisch setzten, fiel mir die Ähnlichkeit zu Amon auf. Obwohl ich ihn die ganze Zeit über genau beobachtete, gab ich mir Mühe, es nicht zu auffällig zu machen. Dennoch hörte ich dem Gespräch zwischen den beiden aufmerksam zu. Sie redeten über Dinge, die ich nicht ganz verstand. Doch so gerne ich Fragen gestellt hätte, so wollte ich die beiden Dämonenbrüder nicht unterbrechen.
Asmodeus blieb jedoch nicht lange. Er übergab Amon einen Beutel und löste sich kurzerhand mit einem Sturm in Luft auf. Überrascht zeigte Amon auch mir den Inhalt des Beutels. Ich blickte hinein und stand plötzlich auf. „Das sind 6 weitere Splitter! Dann.. Dann haben wir ja bereits 8. Amon das ist super!“, freute ich mich und sah ihn begeistert an.
Fast hätte ich vor lauter Euphorie meine Fragen vergessen. Ich setzte mich wieder hin und schaute zu Amon. „Amon? Was waren das für Träume? Und was haben diese Box und alles anderen zu bedeuten?“, fragte ich ahnungslos und wartete auf seine Erklärungen.
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Re: Eclipse

am 23.04.18 23:26
„Du solltest dich beeilen.“, sagte Mateus plötzlich. Isamu steckte die Hände in seine Manteltaschen. „Schon bald wirst du keine Zeit mehr für Rache haben.“ Isamu ging an Mateus vorbei, blieb kurz stehen und schüttelte mit dem Kopf. „Dieses Mal werde ich mir den Spaß nicht nehmen lassen.“ Beide verabschiedeten sich mit einem Kopfnicken und Mateus verschwand in dem selben Lichtblitz, in dem er erschienen war. Isamu griff in seine Manteltasche und zog ein Fläschchen hervor. „Damit sollte das ganze kein Problem sein.“ Er schüttelte das Fläschchen vor seinem Gesicht hin und her, das Blut im Innern zog ihn in den Bann. Er riss sich los und steckte das Fläschchen wieder ein. „Nach Norden also...“, flüsterte er und machte sich auf den Weg. Er hatte erneut eine weite Reise vor sich, doch mit seinen neuen Kräften würde er nicht erneut Monate brauchen. Er wollte sich nicht länger Zeit lassen, also lief er los. Er wurde schneller und schneller und schon nach kürzester Zeit war er schneller, als er jemals zuvor hätte laufen können. So würde er nur einige Tage brauchen, um in den Norden zu kommen – sofern er nicht häufig anhalten musste um seine Energie zu erneuern. In diesem Moment kam in ihm die Frage auf, wann er wohl das erste Mal Blut saugen müsste. Ihm gefiel die Tatsache nicht, dass er inzwischen davon abhängig war, aber es war nun Teil seiner Existenz.

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Re: Eclipse

am 24.04.18 0:44
„Der Sandmann, hielt eine Sanduhr hoch... es war seltsam. In den ersten zeigte er nur wie sie rieselte und rieselte. In dem letzten sagte er. Er kommt. Der Tod. Aber das ist unmöglich am Anbeginn der Hölle haben Asmodeus, Baal und ich unseren Vater in eine Box mit 666 Siegeln gesperrt... er war zu gefährlich und jetzt kam Asmodeus und will das ich Baal befreie? Den Vater des Mordes, der gefährlichste Erzdämon der jemals auf der Erde gewandelt ist? Aber es macht Sinn, nur Baal könnte den Tod töten.“ Amon fuhr mit einer Hand über sein Kinn.
„...und er hat nichtmal was gegessen.“ sagte der Erzdämon während er auf den bedeckten Tisch schaute.


Zuletzt von Fenwir am 24.04.18 11:25 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Re: Eclipse

am 24.04.18 1:40
Die Luft an der Bergkette Aziel lag stets schwer in der Luft, auch noch tief im Tal. Die Einheimischen wussten nicht, wieso der riesige Gestein so bedrohlich wirkte, aber nichts Gutes geschah dort.
Die Spitzen des Berges waren so hoch, dass man noch aus der weiten Ferne ihr Weiß sah. Menschen wagten es lange nicht mehr die Ruhen des Berges zu stören. Selbst die anderen Wesen mieden die Bergkette, man wollte das Reisen durch diese so kurz wie möglich halten. Und das war gut so.
Denn schreckliche Dingen geschahen dort, wenn man sich dahin traute und man würde niemals lebend herauskommen, wenn man sich verirrte. Niemand kam zurück und konnte e daher auch nicht sagen, was dort wütete.
Waren es die tiefen Abgründe, der lose Gesteinsboden oder andere Dinge, die das Reisen durch diese Kette erschwerten?
Vielleicht waren dort Dämonen, die sich die fleischlichen Lebewesen aneigneten, vielleicht zogen auch die Engel dich in den Tod, um so ihre Armeen zu stärken.
Niemand wusste es nicht. Lediglich eine alte Legende herrschte hier, von einem alten Titanen oder Gott, der selbst das Element Erde beherrschte und bei seinem Zorn die Bergkette zu einem Meer aus Lava pulsierend machen konnte. Die mächtigsten Waffen wurden in seiner Glut geschmiedet und doch niemand wusste, ob dieses Märchen ein wahres war.
Die Engeln kannten diese Bergkette und dem höchsten Punkt gaben sie einen Namen: Alsjin.
Und wenn sie dich nach Alsjin schickten, dann wurdest du gebrandmarkt als jener, der Luzifers Weg nahm und vom Himmel verstoßen wurde.
Als Yael hinabfiel, erfüllte sich das Tal mit einem bitteren, sauren Geruch, der die Kehle beinahe ätzte. Man schmeckte die aschige Luft und etwas schien im inneren des Gesteins zu brodeln.
Sie hatten Yael die Flügel entrissen und so konnte der Engel sich nicht vor der Glut des Berges retten, als das verbannte Wesen in den Vulkan fiel.
Ein lauter, schmerzerfüllter Schrei, der lediglich ein raschelndes Geräusch war, hallte in den weiten Wäldern des Tals, als wäre ein Beben oder eine Eruption erfolgt. Doch nach wenigen Momenten der Unruhe, herrschte wieder Totenstille.
Der Körper geschändet und mit tiefen Narben zersetzt, stieg Yael aus der Glut hervor, sich der Rache verpflichtend, dem eigenem Volk Buße abzutun, den mächtigsten Krieger verstoßen zu haben.

Jahrzehnte waren vergangen. Sie nahmen Yael die Unsterblichkeit, doch der menschliche Körper schien die Zeit auszutricksen. Es war schwer für den gefallenen Engel sich an diese schwache Hülle zu gewönnen, doch umso dankbarer war Yael, dass das altern keine große Rolle spielte.
Der gefallene Engel musste über viel Zeit sich an Gaia gewöhnen und vor allem an das Glashaus, in das es wandelte.
Weit tiefer im Land, lehnte der gefallene Engel in der dunklen Rüstung an einem Schuppen, während Yael die lodernden Flammen des Landhaus betrachtete. Leise schnaubte das schwarze Pferd hinter dem Engel. Dunkler, schwarzer Rauch stieg aus den Flammen hervor und ließ Asche niederregnen. Ein kleines Mädchen trottete aus dem brennenden Haus, ihr Haar eine Flamme, ihre Haut übel verbrannt. Sie weinte schrecklich, ihre Augen leer und verängstigt. Lange war die Schockstarre eingesetzt, vermutlich war ihr kleines Wesen mit den Schmerzen so überrumpelt, dass es nichts mehr spürte.
Das Mädchen blieb vor dem gefallenen Engel stehen.
„...warum hast du das getan?“, flüsterte es leise.
Yael zog das lange Schwert hervor und köpfte das Mädchen, welches nach einem kurzen Moment in Asche auflöste.

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Re: Eclipse

am 24.04.18 2:19
Ich stütze meinen Kopf auf meiner hand ab, während ich Amon dabei zuhörte, wie er versuchte mir die Lage zu erklären. „Jemand, der stärker ist als du?“, fragte ich misstrauisch und zog eine Augenbraue hoch. Ich konnte mir irgendwie nicht vorstellen, dass es Dämonen gab, die noch stärker waren als Amon. Wie gewaltig ihre Macht dann sein musste? Unvorstellbar gefährlich nach dem, was ich schon von Amon sehen durfte.
„In anderen Worten.. Es wird Zeit, dass wir die restlichen Splitter finden und du endlich zum Teufel wirst, damit dein Vater bezwungen werden kann?“, fragte ich nach und schenkte ihm ein zuversichtliches Lächeln. Mit den Splittern die wir nun hatten, sollte es nicht mehr lange dauern.
ich folgte Amons Blick auf den noch voll gedeckten Tisch. Stimmt, er hatte nicht mal dran gedacht, etwas zu essen. "Vielleicht hatte er es eilig? Naja.. Umso mehr für uns!~", sagte ich, ehe ich als erste zuschnappte. Die Angestellten hatten sich schließlich nicht umsonst bemüht.
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Re: Eclipse

am 24.04.18 2:47
Die Landschaft um ihn herum verschwamm immer mehr, lediglich die Farben der Umgebung konnte er noch wahrnehmen. Das Grün wurde immer dunkler und blasser, bis es dann schlagartig zu einem sehr dunklen, nahezu schwarzen Grün wurde. Isamu wurde immer langsamer und kam nach einer kurzen Zeit vollständig zum Stehen. Es war, als hätte man der Umgebung jegliches Licht gestohlen, denn auch der Himmel war düster. Zu düster, selbst wenn es Nacht gewesen wäre, denn die Dunkelheit verschlang die Umrisse seiner eigenen Hand, die lediglich eine Armlänge von seinem Gesicht entfernt war. Völlig verwundert schritt er voran und schon bald begann das bekannte Knistern bei jedem Schritt. Schnee? Nein, das konnte nicht sein. Der Norden war noch einige Tagesreisen entfernt und die aktuelle Jahreszeit erlaubte Schnee in dieser Gegend keineswegs, dafür war es einfach zu warm. Seine Augen schienen ihn zu täuschen, denn das Weiß war offensichtlich da. Er streckte die linke Hand aus und fing einige der Partikel, die zu Boden fielen. Er fuhr mit dem rechten Zeigefinger über seine Handfläche und sah den Partikeln dabei zu, wie sie zwischen Finger und Handfläche zu Staub zerrieben wurden. Nein, es war kein Schnee. Es regnete Asche. Mit einer raschen Bewegung zog er ein Tuch über sein Gesicht, mit dem er sich vor der Aufmerksamkeit anderer verbergen wollte. Ebenfalls versteckte er sein schneeweißes Haar unter einer Kapuze, lediglich seine nun glühend roten Augen konnte er nicht verstecken. Er musste weiter, doch konnte er sich den Ascheregen nicht erklären. Irgendwas musste hier in der Nähe vorgefallen sein. Er hielt seine Augen offen und versuchte, eine Lichtquelle im Rauch zu finden, denn irgendwo musste es Flammen geben, die diesen Rauch verursachten. Er versuchte jedoch zeitgleich den Rauch zu seinem Vorteil zu nutzen so gut es ging, denn seit dem Vorfall, der ihm alles geraubt hatte war er offensichtlich unbewaffnet gewesen. Seine Neugier führte ihn weiter in das Zentrum der Rauchwolke, bis er an einer Flamme angekommen war, die wohl einst ein Haus gewesen sein musste. Aus den Flammen war ein kleines Wesen entkommen, sofern man das so nennen konnte. Das Kind war fürchterlich entstellt, jedoch hatte es die falsche Entscheidung getroffen und war dem vermeintlichen Angreifer geradewegs in die Arme gelaufen. Die dunkle Gestalt erhob ihre Waffe und mit einem einzigen Schlag hatte sie das Kind von seinem Schmerz erlöst. Der Körper, der nun ebenfalls zu Asche zerfallen war, wurde vom Wind davongetragen. Und nun stand er dort, einige Meter von der dunklen Gestalt entfernt. Zumindest hatte er herausgefunden, was der Grund für den Ascheregen gewesen war. Er blickte wieder in die lodernden Flammen, die die Reste des Hauses umschlossen hatten. Erneut wurde er erinnert an das, was sich erst kürzlich zugetragen hatte und er konnte nicht anders als hinter dem Tuch mit den Zähnen zu knirschen. Und wieder wanderte sein Blick zu der Gestalt. Warum war er hergekommen? Warum hatte er den Aschefall nicht ignoriert und seinen Weg fortgesetzt? Was würde er tun, würde die Gestalt ihn angreifen? Es waren dieses Mal andere Fragen, doch wieder überschlugen sie sich in seinem Kopf. Er wusste jedoch genau, warum er hergekommen war. Seine Neugier hatte ihm einfach keine Ruhe gelassen und zudem hatte er andere Angreifer erwartet. Einfache Banditen hätte er problemlos aus dem Weg schaffen können, auch ohne Waffe, doch dieses Wesen war anders. War es bereits zu spät um zu fliehen?

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Re: Eclipse

am 24.04.18 10:52
„Ja, Baal ist mächtig... Er ist der mächtigste Akt Dämon der je auf dieser Welt gewandelt ist. Baal hat viel von unserem Vater mitbekommen. Selbst seine Kraft ist, nah an dem was unser Vater tut. Der Tod kontrolliert die Seelen eines jeden existierenden Wesens und kann sie nach belieben herrausreissen oder geben... deswegen sind Baal, Asmodeus und ich auf eine idee gekommen, um gegen ihn zu kämpfen... wir suchten einen Titan namens Hyperion auf, er war in der Lage sogenannte Seelenwaffen zu schmieden... wir liessen ihn unsere Seelen in eine neuen Form schlagen, den Blutgeist, der Seelenwind und die Herzflamme. Nicht länger möglich durch die Präsenz des Todes unsere Seele zu verlieren zogen wir in die Schlacht um ihn in eine Box zu sperren, mit 666 Siegeln versperrten wir die Box und schmissen sie in den Abyss...
Der Morgenstern fiel aus den Himmeln, kreierte die Stadt Diz und gab Baal, Asmodeus und mir, den Namen Karan An Caraigh, der Klan ohne Seele.
Unsere Macht wurde größer, wir konnten mehr Kraft speichern als normale Erzdämonen, ich verbreitete Angst, Asmodeus Hass und... Baal, Mord.
Nachdem Baal die hälfte aller Menschen getötet hatte, begann er Mächtiger zu werden als der Lichtbringer... doch dann startete er einen Genozid an Dämonen... da dies ein Akt der Rebellion war, bekam der Morgenstern unermessliche Kraft und sperrte mit der Hilfe von Asmodeus und mir, Baal in ein Käfig aus Hölleneisen in der Stadt Diz. So wurde ich zur Rechten Hand des Teufels und Asmodeus zur linken. Wie ein Fluch ging der Wahnsinn den zuvor unser Vater und dann unser Bruder hatte auf den Lichtbringer über... Als er alle Menschen den Himmel und Hölle vernichten wollte, beschloss ich den Lichtbringer zu töten, in dem ich meine Obsidian-Klauen in seinen Rücken stieß, doch er war Mächtiger als ich dachte, schleuderte mich Quer durch die Hölle und wir kämpften, als ich verlierte zog, ein Sturm in der Hölle auf... Asmodeus kam mir zur Hilfe, tötete den geschwächten Morgenstern... Doch bevor er starb brach der Lichtbringer die Krone und verstreute sie auf der Erde, sodass niemand je wieder
Kontrole über Diz habee konnte ausser er. Ich begann mich auf die Suche der Splitter zu machen... der erst war der schwerste.  Asmodeus zog sich ins Exil zurück. Du kennst meine Geschichte ab dem Zeitpunkt wo ich meine ersten beiden Splitter verlierte...“

Amon pausierte, er hatte die komplette Geschichte erzählt. Er hatte sich Xastur anvertraut. Sie war die erste abgesehen von Asmodeus die wusste was wirklich passiert war, zwischen ihm und dem Teufel.
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Re: Eclipse

am 24.04.18 21:16
Taladir ging in den Baum rein er sah im Inneren noch größer aus als von außen. Taladir erwartete sofort einen Kampf doch nichts passierte. „Hier ist ja gar nichts. Was für ein Reinfall. Hoffentlich opfern sie uns jetzt nicht an den Baum und die ganze Sache mit der Seelenwaffe war nur ein Trick um uns ein zu lullen.“ Taladir hörte ein knistern hinter ihm und beschwörte ein lilanes Eis-Breitschwert.
„Schnauze…… wir haben Gesellschafft. Und ziemlich große wie es ausschaut.“ Eine Chimäre brach durch die Rinde des Baumes, sie machte sich vor Taladir groß und lies einen Ohrenbetäubenden Schrei aus. „Oh eine Chimäre... biste sicher, dass du die packst? Du hattest ja schon Schwierigkeiten mit meinem neusten Körper.“ „Ach ich bitte dich. Als hätte ich für dich jemals mehr als 15% meine Kraft benutzt.“ Taladir lies einen Schlaghagel auf die Chimäre einbrechen. „15% deiner Kraft? Das hört sich irgendwie wie ein Anime an….“ Taladir blockte einen fatalen Stich von dem Chimären Schwanz ab. „Was zum Teufel ist ein Anime?!“ „Woher soll ich das denn wissen?“ Xar‘ Gathel manisches lachen hallte in Taladirs Kopf und bereitete ihm Kopfschmerzen. „So jetzt ist aber mal gut ich wechsle doch lieber in den Fernangriff, der Schwanz von dem Vieh ist mir etwas zu gefährlich.“ Xar‘ Gathel kicherte. „Hehe….. Du hast „Schwanz“ gesagt.“ „Um Himmels willen wie alt war der Körper in den du geschlüpft bist? 12?“ Taladir machte einen großen Sprung nach hinten und lies das Breitschwert zerbersten. Aus neuem Eis baute er dann einen Bogen. „Es gibt doch nichts über einen guten Bogen.“ Taladir spannte den Bogen, zielte und wartete während die Chimäre immer näher kam. „Ähm…. Warum schießt du nicht?“ Keine Antwort……. Die Chimäre kam immer näher und näher. „Tal? Hallo? Hast du vergessen wie man das Ding benutzt oder was machst du da?“ Die Chimäre war nun mit der Stirn 4 Meter vom Bogen entfernt. „HEILIGE SCHEIßE. SCHIEß ENDLICH ODER WILLST DU UNS BEIDE UMBRINGEN?!“ Taladir lies die Sehne aus Eis los und der Pfeil bohrte sich durch den Kopf der Chimäre. Die Chimäre fiel mit lautem Knall zu boden. Taladir ging zum Schwanz der Chimäre und Riss ihn samt Wirbelsäule des Tieres aus dem Körper um es den Pixies als Beweis zu liefern.
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Re: Eclipse

am 25.04.18 0:07
Das Blut des kleinen Wesens lief über das kühle Stahl der Klinge, bis es sich ebenfalls in Asche auflöste.
Yael richtete sich nach dem Schwung erneut auf und betrachte das Schwert im blassen Licht. Kein Strahlen ging mehr von dieser einst göttlichen Waffe hervor. Die Klinge war genauso verdorben wie der Besitzer. Der gefallene Engel hatte gar nicht bemerkt, wie verdichtet die Luft wurde und man schon gar nicht die Landschaft erblicken konnte, geschweige denn einen uneingeladenen Fremdling wahrnehmen würde. Vielleicht gab sich der gefallene Engel einen Ruck, dem Schwächling einen Moment zu gönnen, sich der Situation zu entziehen.
Yael ignorierte die Tatsache eine weitere Präsenz zu spüren und wandte sich dem brennenden Haus zu. Blechend schepperte die Rüstung, während die Gestalt auf die Trümmer schritt und ein brennendes Holzstück aus der Glut fischte. Der Rausch stieg hinab und
Als sich die im Stahl vermummte Gestalt den kleinen Schuppen, an dem das Wesen vorher gelehnt war, in Brand setzen wollte, war es unabdingbar, Isamus Präsenz wahrzunehmen.
Der gefallene Engel zog hinter dem Verdeck seines Helmes vermutlich eine Augenbraue hoch, amüsierte sich spöttisch. Der Anblick des Fremden störte den Engel nicht, während dieser über das Heu des Schuppens die Glut verteilte. In der Ferne hörte man ein lautes kreischen und Viehern, Pferde waren aus dem brennenden Stall wo ausgebrochen, verließen das Bauernhof.
Nun, wo das nötigste erledigt war, wandte sich Yael dem Fremden zu. Die Statur des Gefallenen Engels richtete sich auf, abwartend was der Zuschauern tun würde.
Viele Banditen und Verwahrloste überfielen den Engel, andere flüchteten. Yael änderte nichts an der Haltung, nur die Hand griff zum Schwert, ein Symbol der Bereitschaft einen Kampf eingehen zu können, wenn es nötig war. Der gefallene Engel hatte genug Vergeltung getan und interessierte sich nicht mehr an einem Kampf und doch brodelte das Gefühl der Rache, jeden Menschen zu töten, jedes Wesen des Verbrechens zu bezichtigen. Doch heute war der Durst gestillt. Vorerst.
Die aufsteigende Asche gab Yael Genugtuung und Stolz.
Langsam hörte man das Schleifen der Klinge, wie diese gezogen wurde. Die scharfe Spitze bohrte sich leicht in den staubigen Boden, während das Langschwert an Yaels Seite ruhte. Der gefallene Engel, gepanzert in seiner dunklen Rüstung stand aufrecht dem Wesen entgegen.
Erst jetzt spürte Yael, dass das Wesen die selbe Atmosphäre bildete, wie es Vampire taten. Misstrauisch verharrte der gefallene Engel, vielleicht war es ein Familienmitglied oder ein Überlebender. Wer wusste es schon.

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Re: Eclipse

am 25.04.18 1:14
Isamu sah um sich, blickte erneut auf die sinnlos erscheinende Zerstörung. Er griff zum Tuch und zog dieses ab. Er hatte es hauptsächlich genutzt, um seine Fangzähne vor den Augen anderer zu verstecken, was er jedoch nicht musste. Was auch immer dieses Wesen war, es würde sich wahrscheinlich nicht an der Tatsache stören, dass er ein Vampir war. Vermutlich war seine reine Existenz mehr Provokation in diesem Moment. Außerdem hatte er das Tuch genutzt, um im Rauch überhaupt Luft zu bekommen, aber auch das schien kein Problem darzustellen. „Warum?“, fragte er geradewegs heraus und durchbrach die 'Stille', die aus dem Knistern der Flammen bestand. Er konnte einfach nicht nur da stehen und absolut ratlos hinnehmen, was hier passiert war. Seine Stimme hatte nicht direkt einen richtenden Ton, eher konnte man die Neugier problemlos herausfiltern. „Was haben Euch diese Menschen getan?“, fragte er erneut, während er ein Stück Holz vor sich hergetreten hatte. Er hatte seine Deckung nicht fallen lassen, selbst wenn es für Außenstehende so wirken würde, viel mehr wollte er sogar dafür sorgen, dass sein Gegenüber vielleicht etwas unvorsichtiger wurde, sollte es nun zu einem Kampf kommen. Allein die Körpersprache des Wesens strahlte jedoch aus, dass es vermutlich nicht unvorsichtig werden würde. Erst jetzt hatte Isamu auch das schwarze Pferd im Hintergrund bemerkt. Gab es vielleicht keinen Grund hierfür? Hatte die Gestalt etwa einfach aus dem Grund gemordet und zerstört, weil sie Gefallen daran fand? Ihm war es egal, er kannte diese Menschen nicht und Jahre der Diskriminierung hatten dafür gesorgt, dass er kein Mitgefühl für sie empfinden konnte, egal wie sehr er wollte. Doch in diesem Moment war es ihm viel wichtiger, ob die Gestalt antworten würde. Wäre sie lediglich auf sinnlosen Mord aus, so würde sie nicht antworten und eher angreifen, doch dann hätte er noch immer die Möglichkeit zu laufen. Zwar hatte das Wesen ein Reittier, doch die schwere Rüstung würde es dennoch zunächst in seiner Bewegung einschränken. Er selbst jedoch trug lediglich eine leichte Rüstung und normale Kleidung und war somit sehr mobil, seine neuen Kräfte würden ihm erlauben, einen Vorsprung aufbauen zu können. Doch er war gedanklich nicht bei seinem Fluchtplan. Er zeigte nicht einmal irgendwelche Spuren von Einschüchterung, geschweige denn Angst. War es Mut? Vielleicht. Vielmehr war es jedoch eine ungesunde Mischung aus Naivität und Dummheit, 'Qualitäten' aus seinem vorherigen Dasein, die er am liebsten ebenfalls zurückgelassen hätte. Er verschränkte die Arme und das Rot in seinen Augen blitzte kurz auf. Egal wie sehr er sein Gegenüber untersuchte, er konnte einfach nicht herausfinden, was es war. Die Statur war ihm bekannt, doch die Aura war ihm fremd und passte nicht zu dem, was er vor sich sah. Was war dieses Wesen?

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Re: Eclipse

am 26.04.18 0:30
Verwüstung zu erleben, ohne vorher den Kontext gesehen zu haben, erweckte durchaus den Eindruck sinnlos zu sein. Doch jede Tat erfolgte stets aus einem Grund, sogar diejenigen, die man nicht rational erklären konnte.Auch ein Gefühl von Liebe, Hass, Freude und Trauer ließ uns gedankenlos aus einem Grund handeln.
Neugier konnte zum Beispiel ebenfalls anziehend sein, in Dinge, die man lieber hätte links liegen lassen sollen.
Der Fremde zeigte sein Gesicht und erhob seine Stimme, um eine Frage zu stellen, die Yael schon mal mit einem einfachen Schwerthieb beantwortet hatte. Vielleicht fiel der gefallene Engel auf die Masche ein, nicht umsonst war der Engel einst ein mächtiger Kämpfer gewesen, denn ein kluger Krieger stürzte sich nicht einfach in den Kampf. Es wurde taktisch und bedacht für den Sieg gearbeitet.
Als Schwerkämpfer würde Yael zwar mächtige Angriffe ausführen können, aber gegen einen leichtfüßigen, flinken Kämpfer war die Mobilität dieser Person ein Nachteil für den gefallenen Engel.
War es wirklich Neugier, sich in etwas einzumischen?
Feinde hatte Yael genug, daher müsste sich der gefallene Engel nicht verstecken.
Menschen? Glaubt Ihr wirklich das waren Menschen?“, erwiderte Yael kühl. Es war eine unbeschreiblich undefinierbare Stimme, tief, klar und durchdringend. Es würde unheimlich schwer fallen, die Emotionen herauslesen zu können, noch ein Geschlecht. Vermutlich lag es an dem schweren Helm, der den Kopf schützte. Der gefallene Engel ließ die Klinge ungeduldig im Staub einen Kreis ziehen. Ein unangenehmes Kratzen klang hervor. Hinter den Personen zischte und krächzte das in sich zusammenfallende, brennende Haus. Die Asche regnete immer noch wie Schnee herab und die Luft war trocken.
Yael wand den Kopf halb zum Haus zurück, als hätte dieser etwas wahrgenommen. Ein leises Schnauben erinnerte Yael daran, dass das Pferd, mit welchem der Engel reiste, abseits graste.
Der gefallene Engel, mit der Spitze der Klinge auf dem Boden gleitend, setzte einen gefährlichen Schritt auf den Vampir.
Ein Augenpaar glänzte hinter dem Helm. Ein weiterer Schritt. Es zischte leise und der große Stützbalken des Landhauses brach zusammen, erfüllte die Stille in tobendes Brausen. Flammen schossen hervor beim Aufprall der Säule.
Auf halben Wege blieb Yael abrupt stehen und senkte den Kopf. Ein lautes, gefährliches Kreischen erfüllte das Tal, ein so schreckliches und durchdringendes.
Die Spitze des Schwertes entflammte Dunkel und breitete sich dem verfluchten Stahl entlang.
Yael zeigte kein Hehl, dies vor dem Fremden zu verbergen, anhand der dunklen Rüstung konnte man die Abstammung eines himmlischen Kriegers in Yael erkennen. Spätesten als nun Tahhara leuchtete, bedeute es nichts gutes.
Der Boden begann zu erzittern und die Asche wehte chaotisch durch die Luft. Etwas regte sich in den Trümmern des Hauses und die übrigen Wände des Hauses fielen zusammen.
Etwas schreckliches Erhob sich aus den Flammen und zeigte, was die Waffe zeigte:
Ein mächtiger Dämon stieg empor.

Tahharas dunkles Licht glimmte unentwegt. Einst war es eine mächtige Klinge der Engel gegen die Dämonen. Nun hatte diese, so wie der Besitzer jegliches klares Licht verloren. Lediglich ein loderndes Glimmen zeigte sich um die Hände des gefallenen Engels, der sich der Flammenmagie bemächtigte.
Yael hatte keine Zeit für den Vampir und hatte diesen den Rücken gekehrt. Mit beiden Händen im Anschlag zog der gefallene Engel die Klinge.
Dämonische Laute zischten durch den Krach zu ihnen durch, doch die alte dämonische Sprache klang nur wie ein akustisches Rätsel.
oep... re mgl oep he dnihpgf ao mbhmng
Der Dämon schrie und sprach plötzlich in der süßen Stimme des Mädchens, das Yael vorhin getötet hatte.
Du wirst für deine Taten büßen...Sich in UNSERE Angelegenheiten eingemischt zu haben“, zischte das Wesen.
Und er wird unserem Meister hervorragend dienen“, funkelte das dämonische Wesen Isamu an, was Yael in diesem Moment wohl nicht interessierte.
Du hast diese wertlosen Menschen zu deinen Puppen gemacht und ein Dorf durch deinen Hunger nach Seelen ausgelöscht...Du bist ehrelos und ein Feigling, eine unschuldige Familie dafür missbraucht zu haben, in dem du die unberührte Seele eines Kindes gequält hast!!“, erwiderte der gefallene Engel monoton und Tahharas Flammen loderten wie das Höllenfeuer.
Der Dämon kreischte und schlug mit Ketten, die an dessen Gelenken hing nach den Beiden.
Yael setzte einen Sprung nach vorne, das Schwert vor sich schwingend.
Im selben Moment, als die Kette das verbannte Wesen erschlagen sollte, klirrte das rostige Metall und fiel, glühend heiß zusammen. Das Ende der Kette leuchtete an der Stelle, andem das Schwert es wie Butter zerschnitten hatte.
Töricht zu denken, der Dämon hätte eine Chance, Yael aufzuhalten. Yael landete auf halben Knie, Tahhara in den Boden rammend.
Törichter Dämon. Deine ...Ketten, ein einstiger Sklave der Menschen? Dann verstehe ich deine Sucht nach diesen armseligen Seelen“, amüsierte sich Yael, als in dem selben Augenblick der Gefallene bemerkte, wie etwas seitlich hervorsprang. Ein schattenhaftes, loderndes, kleines Etwas klebte sich an die Rüstung des Engels und Yael blickte in ein undefinierbares, hässliches Gesicht eines kleines Dämons.
Yael wusste sofort, es muss ein Dämon mit vielen Gesichtern sein, der in der Lage war, seine Größe dadurch zu ändern, in dem er sich in verschiedene Teile spaltete. Yael riss den kleinen Dämon von sich.
Der riesige Dämon, der aufrecht im flammenden Haus saß, richtete sich nun aus, um mit seinem großen Wesen unter lauten Stampfen hervorzukommen.
Nur minimal konnte man unter ihm ein riesiges, dämonisches Symbol leuchten, dessen einzelne Aspekte durch irgendetwas zersetzt gewesen waren. Ein Pentagramm umgeben von vielen Zeichen, das an einen Ritualkreis erinnerte. Sein zu Hause, in welchem er sich von einem ganzen Dorf ernährt und zu dieser Größe gewachsen war.
Der Dämon war für etwas größeres bestimmt und es war gut, dies gestört zu haben.
Stille erfüllte die Atsmophäre und die Luft veränderte sich, als wehte ein Wind auf. Ein Sog umgab den Schauplatz und abrupt breitete sich das Feuer auf die Bäume aus.
Das schwarze Pferd schrie laut auf und löste sich von der Stelle, ritt ängstlich davon.
Yael, den kleinen Dämon losgeworden, gewann an Haltung wieder.
Ich hoffe du bist in der Lage zu kämpfen, vampirisches Wesen, denn der Dämon wird dich nicht gehen lassen“, sprach der gefallene Engel mit dunkler, tiefer Stimme,ohne sich an ihn zu wenden.
Viele, leuchtende Augen umgaben sie, das feurige Monster etwas an Größe verlierend, schien sich Echsenartig an den Boden zu drücken und auf dämonisch etwas zu sagen.
Yael zog sich in die Tiefe, zum Angriff bereit.



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Re: Eclipse

am 26.04.18 4:20
Isamu hatte dem Wesen still zugehört. Er nickte lediglich kurz, als man ihm die Frage stellte, ob er der Meinung war, dass diese Leute Menschen gewesen waren. Er sollte nicht wirklich Unrecht behalten mit dieser Meinung, aber dennoch klärte sich schon bald auf, warum dieses Massaker stattgefunden hatte. Das Wesen hatte unruhig mit seiner Klinge etwas in den staubigen Boden gezogen, nahezu als würde es etwas erwarten. Die Stimme, verbunden mit der Art und Weise, wie sich das Wesen bewegt hatte erinnerte ihn an die Engel, die es scheinbar in letzter Zeit irgendwie auf ihn abgesehen hatten, aber doch verschleierte die Aura das Bild vor seinen Augen. Er konnte ebenfalls kein Flügelpaar erkennen, was nichts zu bedeuten hatte, immerhin konnten Engel diese verstecken. Plötzlich wurde er aus seinen Gedanken gerissen, als das eintrat, worauf der gefallene Engel gewartet hatte. Es war, als würde sich der Rauch und die Asche an einem Punkt bündeln und vermischte sich augenscheinlich mit den Trümmern des Hauses. Es regte sich etwas in den Trümmern und Isamu zog lediglich eine Augenbraue hoch, als er dies bemerkte. Er ahnte bereits, dass es bald zum Kampf kommen würde, doch er hatte nicht bemerkt, dass seine Hände nun eher Klauen ähnelten. Dennoch tippte er unruhig mit der Kralle seines rechten Zeigefingers auf dem Oberarm des linken Arms, während er dem Schauspiel seinen Lauf ließ. Es war das erste Mal, dass Isamu einen Dämonen dieser Größe erblickte, aber er blieb weiterhin ruhig. Die Waffe seines Gegenübers begann zu leuchten. Das Licht, welches es ausstrahlte wirkte verdorben, denn es verhielt sich unnatürlich. Statt die Umgebung zu beleuchten schien es sich lediglich an die Dunkelheit zu schmiegen, die hier vorherrschte und doch strahlte es irgendwie. Dieser Anblick ließ den Groschen endlich fallen und Isamu wusste endlich, mit was er es zu tun hatte. Nach dem typischen Gefasel, welches die Dämonen anscheinend so sehr liebten, holte der Dämon plötzlich mit den Ketten aus, mit denen er zuvor festgehalten wurde. Während der gefallene Engel diese zertrennte, blieb Isamu nichts anderes übrig als dem Angriff des Dämonen auszuweichen. Wie lang würde es wohl dauern, bis der Dämonen einen fatalen Fehler begehen würde? So wie er sprach würde Isamu vermutlich nicht lange warten müssen. Je hochmütiger sie waren, desto tiefer würden sie fallen. Diese Regel galt für jedes Wesen, egal WAS sie waren. Und es dauerte nicht wirklich lange, bis sich dies bestätigte. Der Dämon schien kleiner zu werden, wenn auch nicht viel. Der Dämon konnte sich also in kleinere Dämonen aufspalten. Perfekt. Isamu wusste sofort, dass der Dämon dies nutzen würde, um die beiden zu überwältigen, doch dies war ein großer Fehler. Zwei kleinere Dämonen liefen auf ihn zu und erst jetzt ließ er seine Hände fallen. Einer der beiden hatte sich aus dem, was man Formation nennen konnte wenn man viel Fantasie hatte, gelöst und war vorausgesprintet. Mit einem Tritt holte Isamu den kleinen Dämonen von den Füßen und griff den Kopf des Wesens. Mit einer ruckartigen Bewegung gab das Genick des Dämons nach und nach einem unerwartet lauten Knacken sackte der Körper in sich zusammen. Kaum hatte sich Isamu aufgerichtet war auch der zweite Dämon bereits angekommen und hatte seinen Vorteil genutzt, um sich an ihn zu heften. Isamu versuchte den Dämonen zu packen, doch er konnte ihn nicht greifen. Stattdessen bohrten sich seine Krallen in das 'Fleisch' des Dämonen, der daraufhin schmerzerfüllt den Griff löste und schon einige Momente seinem Vorgänger in den Tod folgte. „Ich hoffe du bist in der Lage zu kämpfen, vampirisches Wesen, denn der Dämon wird dich nicht gehen lassen.“, ertönte die Stimme des Gefallenen erneut, jedoch widmete der Engel ihm keinen Blick. Ihm war natürlich klar, dass es aus dieser Situation keinen anderen Ausweg gab, als zu kämpfen, also zuckte er lediglich mit den Schultern. „Wir werden sehen.“, antwortete der Vampir daraufhin knapp. Er war sich nicht sicher, was er ohne Waffe tun konnte, doch er würde definitiv nicht hier stehen bleiben und zuschauen, wie der Dämon sie mithilfe seines zahlenmäßigen 'Vorteils' überwältigte. Wenigstens die kleinen Splitter des großen Dämons würde er fernhalten können, doch er würde nicht zögern wenn es darum ging, den großen Dämon zu verletzen. Einen Versuch war es wenigstens wert.

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Re: Eclipse

am 26.04.18 7:33
Yael war einst ein reines Wesen, umgeben von dem reinsten Licht des Lebens. Zwar gehörte der gefallene Engel nicht zu den bekanntesten unter den Reihen, aber der Name war dadurch bekannt, dass Yael ein gewissenhafter Kämpfer war, stets nach Gerechtigkeit strebend und vor allem treu.
Der gefallene Engel sprang zur Seite, dem klauenhaften Angriff des Dämons ausweichend und setzte geschickte Hiebe, die kleineren Dämonen abzuwehren, aber auch starke Stiche Richtung des Dämons zu setzen.
Aus dem Augenwinkel nahm Yael den kämpfenden Fremdling wahr. Zufriedenheit stieg die Kehle empor. Nichtsdestotrotz, dass der Engel gefallen und verdorben war, brannte noch stets vieles von seinem alten Ich, welches den Rausch des Kampfes liebte. Ein guter Kämpfer respektierte die gute Kampfkunst anderer, zollte eine Niederlage. Das Grundsätzliche passte zumindest, auch wenn viele Aspekte dieser Einstellung fremd für Yael wurden.
Ein Dämon war diesen Grundsätzen nicht mehr würdig.
Der Gefallene zog zielsicher Tahhara Schritt für Schritt solide im Kampf und dezimierte ebenfalls die kleinen Dämonen, die den Fehler machten einzeln sich auf sie zu stürzen.
Ein klassischer Fehler, wie Yael bemerkte. Hätten sie sich in größeren Maßen auf sie gestürzt, dass wären sie viel effektiver gewesen, vorallem wäre Yael in viel größeren Schwierigkeiten. Isamu war wohl wie für den Kampf gegen die kleinen Vieher gemacht, da war der gefallene Engels als schwerer Rüstungsträger einfach zu träge. So würde der Engel viel mehr die Zeit damit verbringen, seinen schweren Hiebe gegen die Kleinen zu ziehen, als gegen das eigentliche Ziel.
Sie würden den Dämon auch nur dann endgültig vernichten können, wenn sie die Identität diesen aufdecken würden. So würden sie nur dessen Energie minimal aufzehren.
Über Jahrzehnte hatte er sich vermutlich den Seelen bemächtigt. Es war sogar für Yael ein schrecklicher Anblick gewesen, durch das totenstille Dorf zu reiten.
Vermutlich bemerkte der Feind, dass er sich einen Fehler leistet, aber würde er ein Risiko eingehen?
Denn die kleinen Monster begann sich in größeren Gruppen auf sie zu stürzen und drängten den gefallenen Engel nun weiter zurück, welcher gezwungen war die Formation abzubrechen und dann, an Isamus Seite eingekesselt zu verharren.
Sie brauchten einen Plan, denn ohne einen würden sie drauf gehen.
Der Feind meines Feindes, ist mein Freund oder wie war das?
Im Richtigen Moment, zur Richtigen Zeit mussten sie den finalen Stoß auf den Dämon erwirken und gleichzeitig sein Wesen mit der Aussprache der Identität entlarven. Nur so würden sie dauerhaft die dämonische Seele läutern und von diesem Ort befreien können.
Tja, kennst du jeden Dämon persönlich?
Selbst Engel müssten sich viel damit beschäftigen die Identität herauszufinden.
Yael wusste, dass dieser Dämon aus dem Verbund der Legion war. Ein mächtiger Dämon von vielen.
Gadara, Gerasa ,Gergesa und Caesarea waren das vierköpfige Gestirn.
Doch welcher dieser Name gehört zu diesem?



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Re: Eclipse

am 26.04.18 14:33
Immer mehr der kleinen Splitter strömten auf Isamu und den Gefallenen zu. Während er anfangs absolut keine Schwierigkeiten hatte, die kleinen Dämonen unschädlich zu machen, so wurde deren Zahl irgendwann so groß, dass er sich anstrengen musste. Immer wieder wanderte sein Blick herüber zu dem Gefallenen und seine Theorie hatte sich bestätigt. Die Rüstung, die den Gefallenen schützen sollte, stand ihm im Weg und verlangsamte ihn. Schon bald waren die Zahlen der heranstürmenden Dämonen einfach zu groß, als dass der Gefallene sich gegen sie verteidigen konnte und er wurde in Isamus Richtung gedrängt, der im Rausch des Kampfes einen Dämonen nach dem anderen entsorgte. Zwar war der Dämon sichtlich kleiner geworden, aber sie waren immer noch weit davon entfernt den Punkt zu erreichen, an dem man ihm den Gnadenstoß verpassen konnte. Zudem wusste Isamu auch nicht, wie man einen solchen Dämonen tötete. Während die niederen Dämonen einfach zu erledigen waren, so musste man für höherrangige Dämonen immer noch einen Schritt weitergehen. Oft war es so, dass man ihren Namen kennen musste, was bei Erzdämonen ziemlich einfach war, da sie so mächtig waren, dass sie ihren Namen oft preisgaben, weil sie sowieso nicht verlieren würden. Doch Isamu kannte diesen Dämon, nein, diese Art von Dämon nicht. Hoffentlich war der Gefallene einen Schritt weiter und wusste wenigstens, mit welcher Art von Dämon sie zu tun hatten, denn die Zahl der kleinen Dämonen wuchs immer weiter und schon bald konnte auch Isamu sie nicht in dem Tempo erledigen, in dem sie nachrückten. Auch er war der Meinung, dass sie einen Plan brauchten - oder einen Vampir, der nicht so unerfahren war und seine Kräfte kannte.

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Re: Eclipse

am 26.04.18 16:10
Yael lebte und liebte den Kampf, doch dieser war in so viele Kleinheiten zerstreut, so von der Masse überwältigend, dass sogar der stärkste Krieger gegen Kleinmist nicht ankommen würde.
Alsbald würde Yael dem Tempo fallen. Der Engel sah es voraus und wenn der Gefallen endgültig fallen würde, dann würde auch der Fremde kurze Zeit darauf im Meer aus Dämonen ertrinken.
Der gefallene Engel führte mächtige Schläge aus, doch sein Tempo konnte nicht mehr mithalten. Zug für Zug begann Yael die Deckung zu vernachlässigen. Die Rüstung schützte den Engel vor fatalen Angriffen, doch wie lange würde diese halten vor vielen, hunderten Dämonenkrallen? Sogar der Flinke verlor sein zügiges Tempo. Irgendwann hatte der Engel in der Masse den Vampir aus den Augen verloren. Angestrengt kalkulierte der gefallene Engel die Möglichkeiten, doch diesen Kampf konnte der Verbannte nicht alleine gewinnen.
Der Dämon verlor an Größe, doch je mehr er sich spaltete, desto lauter wurde das diabolisches Zischen und Kichern und es kam dem Engel vor, als würde sich die Erde drehen, weiter unaufhörlich, wie in einem Labyrinth. Immer wieder.
Yael begann in der Masse die Konzentration zu verlieren.
Die kleinen Dämonen kesselten sie ein und wenn sie körperlich nicht die Oberhand gewinnen würden, dann alsbald psychisch.
Der gefallene Engel atmete tief aus und festigte den Griff um die Klinge. Zu ungern wollte Yael die wahre Kraft und Identität von sich preisgeben, aber im schlimmsten Fall würde es nötig sein.
In dieser Masse aus tobenden Flammen und wuselnden Dämonen mussten die beiden Wesen zusammenarbeiten, obwohl sie nur bisher zwei Sätze ausgetauscht hatten.
„Du musst dir einen Ausweg und Zeit verschaffen zu dem vampirischen Wesen zu gelangen“, schossen die Gedanken. Kurze, präzise Bewegungen führte der gefallene Engel aus, um das Unkraut an Dämonen zu dezimieren. Aber es kam dem ehemaligen Geschöpf des Himmels aussichtslos vor, als würden sie diese sogar vermehren.
Du niederträchtiger Dämon, wie lange ruhst du hier und verschlingst die Unschuldigen?“, entschied sich Yael der Masse der Dämonen nun die Frage zu stellen.
Zeit erkämpfen konnte sich Yael nicht, aber vielleicht Informationen, die Identität des Dämons genauer zu bestimmen, wenn dieser doch antworten würde.
War wohl kein Dummer, dachte Yael.
In dem Augenblick der Worte, holte Yael aus und zerriss im sauberen Radius die Dämonenmasse, um nun nicht die kommende Masse aufzuhalten, sondern selbst durch diese vorzuarbeiten. Ein Hieb nach hinten, ein Hecht zur Seite, so suchte der Engel einen Ausweg, um den Vampir zu finden.
Yael registrierte, wie sehr das laute Toben, Zischen und Kichern die Sinne überlappte, nur wage konnte sich dieser eine Richtung erarbeiten. Mit mittelmäßiger Kraft stieß sich Yael in die Luft, wirbelte mit der leuchten Klinge um sich, sowohl weitere Dämonen zu zerschlagen, aber in dem kurzen Sprung eine Richtung zu erhaschen.
Eine Masse schien südwestlich von ihr zu sein, dort vermutete der Gefallene den Vampir.
Etwas regte sich nun und die dämonischen Vieher verschmolzen erneut zu einem Klumpen, der in Form einer Klaue nun auf den verfluchten Engel niederraste. Der Dämon verlor wohl an Geduld und stieß den gefallenen Engel zur Seite. Yaels Helm schepperte auf den Boden und landete irgendwo, außerhalb des Sichtfeldes zwischen der Masse. Unter der Kettenkapuze aus tiefdunklen Eisen, das so stark jegliches Licht absorbierte, dass man nicht mal die Schemen des Gesichtes erkennen konnte, konnte man nun die volle Augenfarbe des gefallenen Engels erblicken. Dunkle, Glutrote Augen starrten die Dämonenmasse hasserfüllt an. Lediglich lange spitze Ohren, die an die der Elben erinnerten, schauten hervor. Die haut blass und beinahe farblos, aber so glatt und rein Wie Elfenbein. Die tausenden Kettengliedern klimperten bei Yaels Bewegung, als sich der Engel erhob.
Der Dämon verlor an Geduld und der gefallene Engel aus. Das dunkle Stahl Tahharas flammte nun auf und die Enden der Fausthandschuhe erglüten.
Der gefallene Engel schwang das Langschwert, das in der Bewegung endgültig entflammte, die einstigen himmlischen Runen nun voller Dunkelheit leuchtend. Mehrere, kurzatmige Schwingungen gegen die schwachen Dämonen, um eine große Fläche von ihnen wie Unkraut zu jähten. Yaels Augen begannen bei der Kraftnutzung nun ebenfalls gefährlich zu leuchten, als der gefallene Engel mit einem Satz in die Luft die Klinge aus dem Sprung in den Boden rammte. Eine kleine Druckwelle erschütterte den Boden, für einen Augenblick glaubte man, dass die Glut des Schwertes den Boden spaltete und die Erde zu Lava formte. Leuchtende Risse blitzten hervor und verglüten sofort wieder, als hätte man sich nur verguckt. Ein starker, kraftraubender Rammer in den Boden, schleuderte einen kleinen Weg für Yael frei, durch den nun der gefallene Engel nun endlich einen Weg zum Vampir sich gebannt hatte. Vielleicht in diesem Moment etwas Masse an den Dämonen für ihn freigemacht hatte, aber viel mehr sich selber. Mit einem Satz nach vorne, zog Yael das Schwert wieder hinaus und schletterte über den staubigen Boden um sich an Isamus Seite zu stellen und die Dämonen, die wieder über sie sich ergossen zu spalten.
Ein Geruch nach verbrannten Fleisch haftete nun an der Luft und der Boden begann wieder zu zittern. In der Ferne wurden kleine Dämonenkörper durch die Luft gezogen, die sich wie Wasser erneut zu etwas formten.
Alsbald werden die kleinen Teile das kleinste Problem für uns sein, Vampir, begann Yael zwischen den Hieben.
Wie flink bist du?“, fragte Yael. Der Verbannte sah ein, dass er keine Chance hatte, sich zu dem Dämon vorzuarbeiten, dafür war er als schwerer Schwertkämpfer zu schwer. Aber wenn der gefallene Engel die Front bilden würde, um den leichtfüßigen Vampir nach vorne zu arbeiten, dann könnte der Vampir den Rest erledigen.

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Re: Eclipse

am 26.04.18 16:41
Isamu hielt sich weiterhin mit Mühe die kleinen Dämonen vom Hals, als in der Masse die Stimme des Gefallenen ertönte. „Wie flink bist du?“ Isamu wusste nicht sofort eine Antwort auf die Frage, aber anhand der Geschwindigkeit, mit der er sich zuvor fortbewegt hatte war er definitiv schneller als zu dem Zeitpunkt, wo er noch ein Mensch war. „Flink genug für einen Alles oder Nichts-Zug.“ In seinem Kopf hatte der Satz besser geklungen, aber er war sich sicher, dass es genau das war, was der Engel hören wollte. „Was ist der Plan?“, fragte er daraufhin. Irgendwas musste der Gefallene geplant haben, sonst hätte er die Frage nicht gestellt, aber Isamu konnte nun mal keine Gedanken lesen und es wäre besser, wenn er von vorneherein wüsste, was seine Aufgabe war. Vermutlich würde der Engel ihm eine Schneise bahnen, durch die er sich dann schnell bewegen musste, doch auch dann musste er wissen, was sein Ziel war. Hoffentlich klappte dann auch alles so, wie es sollte. Als hätte der Gedanke ihn gerufen, erschien erneut der Lichtblitz. Das Klappern einer Rüstung durchbrach das Chaos und mit einigen Schwüngen hatte sich das Nachrücken der Dämonen soweit vermindert, dass sie zwar immer noch Mühe hatten, den Ansturm zu stoppen, aber sie mussten nicht mehr befürchten, bald überrannt zu werden. Isamu wand sich in die Richtung, aus der der Lichtblitz gekommen war und erblickte Mateus. Anscheinend hatte er noch immer ein Auge auf Isamu gehabt. Mateus sah den Gefallenen, war aber dennoch bereit zu helfen, da selbst der Gefallene noch immer Hoffnung hatte. Isamu durchtrennte weiter die Körper der Dämonen, konnte jedoch eine Frage nicht für sich behalten. „Wird dich das nicht in große Schwierigkeiten bringen, wenn du dich direkt einmischst, Hoffnung?“ Der Erzengel hielt inne, doch dann bestätigte er den Verdacht Isamus mit einem Kopfnicken. „Ja. Aber es wäre falsch, hier nicht einzugreifen. Ich werde euch lediglich dabei helfen, die kleinen Dämonen fernzuhalten. Um den Großen müsst ihr euch kümmern.“ Isamu seufzte. Es war wie immer. Die Mächtigen hielten sich wieder aus jeglichem Konflikt, so gut es eben ging. Doch das war jetzt egal. In diesem Moment war er nur froh, dass der Erzengel überhaupt erschienen war, um wenigstens dem Ansturm der Kleinen Einhalt zu gebieten. Dann wand sich Isamu wieder an den Gefallenen. „Also, was ist der Plan?“

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Re: Eclipse

am 26.04.18 22:52
Die Präsenz der Erzengels entfachte den Hass in Yael. Zu gerne hätte er dieses Wesen sofort umgebracht, die brennende Klinge Tahharas in seinen Körper gerammt. Doch durch die unentwegt missliche Lage war das der schlechteste Zeitpunkt einen potentiellen Verbündeten umzubringen.
Der Erzengel würde Yaels Identität nicht erkennen, zu sehr hatte sich der gefallene Engel von seinem einstigen Wesen entfremdet, geschweige denn sein Aussehen auf Grund seines beinahe verkohltes Körpers verloren. Und da Yael sowieso bei den hohen Engel keinen richtig bekannten Namen besaß, musste sich der Gefallene keine Gedanken machen, erkannt zu werden.
Ich banne dir einen Weg frei und bis dahin müssen wir den Dämon in seiner Identität entlarven.  Gadara, Gerasa ,Gergesa und Caesarea waren das vierköpfige Gestirn des mächtigen Dämons Legion, der für die Vielfältigkeit steht und somit ein Dämon ist, der diesen Planeten hätte verschlingen können, wenn er sich nicht gespaltet hätte in diese grauenhafte Wesen, die nun einen Teil seines Seelensplitters nutzen, eigenständig zu sein. Gerasa fiel im ersten Krieg, bleiben nur noch drei. Erzengel, du musst am Besten mit den vier Symbolen der Heiligen vertraut sein und somit den der Anti-Symbolen. Löwe, Stier, Adler und Mensch. Die Legion spaltete sich diese Symbole ab und verhunzte sie. Gerasa bemächtigte sich dem Adler und verdorrte diesen. Wer von den restlichen Dreien nahm sich das andere Symbol an? Wenn wir den Dämon in seine ursprüngliche Gestalt zwingen, dann würden wir genau wissen, wer es ist“, setzte Yael hastig vor, während sie sich Wacker von der Meute tapfer hielten.
Der Erzengel erhob die Stimme.
Informationen, die jemanden wie dich nichts zu interessieren haben, Abtrünniger..Aber weil du wohl bereits Vorwissen bewiesen hast, kann ich aber dein Wissen ausgleichen. Bewiesen ist jede Form nicht, aber viele Zeichen deuten darauf, dass Gadaras Blutdurst und Arroganz dem Löwen glich. Gergesa ist der ausdauerndste dieser Dämonen und in unseren Aufzeichnung ein Dämon mit Hörnern, wobei Gabriel eine Spitze des linken Horns  abgetrennt hatte. Caesarea als abtrünnige Verkörperung der Menschen soll geschwätzig sein. Doch mehr wissen wir auch nicht“, antwortete der Reinengel.
Der Erzengel musste jetzt sogar von Nutzen sein, denn nur die Erzengel wurden in die genaueren Dinge ins Wissen eingeholt, solche Informationen über die Dämonen zu wissen.
Als ehemaliger Krieger und Armeenanführer besaß der gefallene Engel noch sehr viel altes Wissen, aber so ein hohes Tier war Yael nicht gewesen.
Vampirisches Wesen, ich nutze meine Kraft dazu, uns wie ein Schild durch die Armee einen Weg zu schlagen und so, dich nach vorne zu bringen. Es hat die Größe verloren, weil wir es nicht mal sehen können, also ist es nicht weit entfernt bald seine wahre Gestalt zu zeigen. Ich stürze mich als erstes auf den Dämon, um dir die Möglichkeit zu verschaffen, deine Position zu beziehen. Wir werden weiterhin die Kleinen zurückdrängen müssen, aber das würde uns die Zeit geben, den Dämon so weit zu bedrängen, dass er einen Fehler macht. Besitzt du eine glutbeständige Waffe, die dem Höllenfeuer widerstehen kann, falls im Fall der Fälle du die günstigere Möglichkeit hast, dem Dämon das Garaus zu machen?“, fragte Yael.
Der höllischen Glut konnte nun mal ein mickriges Eisenschwert nicht standhalten, fast keine menschlichen Waffen konnten diese Hitze ertragen. Yael schwang das Langschwert erneut um sich, die kleinen Dämonen von der Gruppe beschützend und rammte das Schwert mit einer Wucht erneut in den Boden. Kurz leuchtete die Klinge auf, ragte hoch. Ein gleitender Handgriff über den staubigen Boden und die Atmosphäre änderte sich, als der gefallene Engel fremde Wörter flüsternd, mit leuchtenden Augen , zog sein langes Speer hervor. Zwar würde die volle Flammenmacht Tahharas in Isamus Händen erlöschen, aber es war immer noch eine ehemalige Waffe der Engel, gemacht um Dämonen zu vernichten und in der Lage das Endgültige zu besiegeln.
Der Handgriff verglühte langsam. Yael erwartete nicht, dass der Vampir damit kämpfen konnte, aber eine Waffe war besser als gar keine.

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Re: Eclipse

am 27.04.18 14:04
Isamu griff die Waffe des Gefallenen. Wie erwartet erloschen die Flammen und die Klinge verglühte, bis man nur noch den dunklen Stahl sah, aus dem die Waffe gemacht war. Das Schwert lag merkwürdig in seiner Hand, anders als die Waffen, an die er sich gewöhnt hatte. Er versuchte, die Klinge zu führen, während er weiterhin die kleinen Dämonen von sich fernhielt, als die Klinge plötzlich rotes Licht absonderte. Der Erzengel lachte kurz. Spätestens nun sollte Isamu verstanden haben, dass der Erzengel die Wahrheit gesprochen hatte. Auch wenn in seinen Adern kein reines Blut der Engel floß, so war es jedoch zum Teil himmlischer Abstammung. In diesem Moment fühlte es sich an, als würde ihm sein Vater aus dem Reich der Toten Kraft schenken, damit er diesen Dämonen mit Hilfe der anderen niederstrecken konnte.  

Mateus wirkte zufrieden. Er wusste, dass er diesen Kampf nicht überstehen würde, er würde entweder seinen Status verlieren oder sterben, als Strafe dafür, dass er sich Befehlen widersetzt hatte, denn auch er als Erzengel stand nicht über dem Gesetz des Himmels. Doch dieser letzte Akt der Hoffnung gab auch ihm Kraft. Während er seine Waffe führte benutzte er nun ebenfalls Lichtmagie. Dies senkte die Anzahl der Angreifer noch einmal. Schon bald würden sie den Hauptdämonen wiederfinden können und auch dann sollte klar sein, mit welchem Dämonen sie es zu tun hatten. Erst jetzt machte sich Überraschung breit. Damals hatten sie eine Armee gebraucht, um einen der Dämonen zu erledigen und nun waren es lediglich ein Gefallener, ein Vampir und er. Immer wieder glitt sein Blick zu Isamu und die Tatsache, dass er sich gegen die Masse von Dämonen stellen konnte bestätigte die Annahme des Erzengels. Selbst wenn er nicht mehr da war, um über den Sohn seines Freundes zu wachen, würde Isamu dennoch ohne ihn klarkommen.  

Langsam hatte sich Isamu an die Waffe gewöhnt. Es war nicht zu vergleichen mit der Dämonenwaffe, mit der er jahrelang gekämpft hatte, doch irgendwie fühlte es sich vertraut an. Die Massen der Dämonen ließen langsam nach und schon bald war der Hauptdämon sichtbar. Jetzt mussten sie lediglich noch sein Wesen herausfinden und sie konnten dem ganzen Chaos ein Ende setzen. Wie lange sie wohl schon am kämpfen waren? Die Frage ging Isamu nicht aus dem Kopf, denn immerhin hatte er noch ein Ziel zu verfolgen. Er blickte immer wieder zum Erzengel. Die ersten paar Male sah alles okay aus, doch dann sah er, wie sich der Erzengel langsam auflöste. Isamu konnte seinen Augen nicht trauen, doch schon bald steckte nur noch die Waffe des Engels im Boden. Schon wieder war jemand vor seinen Augen gestorben, zumindest ging er davon aus, immerhin hatte er noch nie gesehen, wie ein Erzengel starb. Er gab dem Gefallenen seine Waffe wieder und zog das Schwert des Erzengels aus dem Boden. Die Klinge hatte schlagartig seine Macht verloren, aber es war immer noch eine Waffe gefertigt von Engeln, also sollte sie ähnlich effektiv gegen den Dämonen sein wie das Langschwert des Gefallenen. Das rote Leuchten, welches nun auch vom Schwert des Erzengels ausging bestätigte diese Annahme. „Weißt du schon, wo mit wir es zu tun haben?“, fragte Isamu den Gefallenen, während er auf das Zeichen zum Angriff wartete. Er wollte der Sache nun endlich ein Ende setzen.

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Re: Eclipse

am 27.04.18 22:38
„Also...“, Morwise begann ihre erste Begegnung zu erläutern.

Etwa fünf Jahre zuvor   -
Nach einem Tagesmarsch kam das Expeditionsteam früh morgens an der alten Ruine an. „Wir hätten hier schon wieder weg sein können, wenn die Dorfbewohner uns einfach in die Ruinen gelassen hätten, ohne jedes einzelne Detail aus uns herauszuquetschen.“ Morwise lehnte sich sichtlich genervt an eine der naheliegenden Mauern. „Hör schon auf zu nörgeln Kleiner. Du kannst glücklich sein, dass die alten Säcke uns überhaupt hierher gelassen haben. Ich war schon öfters hier und die Dorfbewohner sehen nicht gerne Besucher.“ Vor ihm stand der Expeditionsleiter Reinhart. Ein älterer Mann mit einer riesigen Narbe über sein linkes Auge. „Du kannst froh sein, dass ich deinen Vater kannte, ansonsten würde ich dich niemals hierher mitnehmen. Diese Ruinen sind nichts für Unerfahrene. Der Rest der Mannschaft besteht aus Profis.“ Morwise schaute beschämt auf den Boden wie ein kleines Kind, das gerade von seinen Eltern ausgeschimpft wurde. „Wir werden für heute erst einmal vorgehen und alles absichern. Du bleibst hier draußen und richtest das Lager ein morgen kannst du dann auch die Ruinen untersuchen.“ Mit einem bockigen Ton gab Morwise ein kurzes „Okay“ von sich und begann sich den Vorräten zu widmen.

Der Rest des zehnköpfigen Teams machte sich bereit in die Ruinen vorzudringen und sie verschwanden etwa eine halbe Stunde später. Der Tag nahm seinen Lauf und es wurde immer später, aber die Anderen kamen nicht zurück. „Vielleicht waren die Ruinen größer als zuvor gedacht?“, dachte er sich mit einer gewissen Sorge. Die Sonne war schon untergegangen, doch es war noch niemand wieder da. Trotz seiner großen Sorgen legte er sich Schlafen, denn er wusste wie viel Zeit man in solchen Ruinen verbringen kann. Als er am nächsten morgen aufwachte, war immer noch niemand zurückgekehrt. Jetzt wuchs die Sorge um die alten Freunde seines Vaters und Großvaters ins unermessliche und er beschloss nun selbst in die Ruinen hinabzusteigen. Er schnappte sich eine Fackel und noch einen benutzen Eisendolch für den Notfall und begann in die düsteren Tiefen der Ruinen hinabzusteigen.

Die Finsternis in den uralten Gängen verschluckte das warme Licht der Fackel und ließ Morwise in die kalte Schwärze blicken, die gespickt war mit unbekannten Tücken. In der dauerhaften Dunkelheit dauerte es nicht lange bis er das Zeitgefühl verlor und sich vorkam, als würde er schon seit Tagen durch das dunkle Labyrinth  irren. Nach einer weiteren Ewigkeit sah eher endlich ein Weiteres Licht neben dem seiner Fackel. Rasch aber voller Vorsicht näherte er sich dem Raum aus dem das Licht kam. Was ihm in diesem Raum erwartete war ein Bild direkt aus einem Albtraum. Vor ihm stand ein blutroter Altar und überall im Raum verteilt waren die Leichen seiner Teammitglieder. Ihre Augen waren zurückgerollt, sodass man ihre Pupillen nicht mehr sehen konnte, ihr ganzer Körper war bestückt mit roten Runen und aus ihren Mündern quoll ein roter Rauch. Über dem Altar schwebte eine kleine Gestalt. „Du könntest das Potential haben, das ich brauche.“ Die kleine geflügelte Gestalt über dem Altar hatte Morwise nun bemerkt und blickte ihn mit einem bösartigen Blick an. Nach dem er diese Worte gehört hatte, wollte er panisch fliehen doch die Kreatur hatte bereits unbemerkt ein magische Barriere vor dem Ausgang errichtet. Verzweifelt holte Morwise den alten Eisendolch heraus den er sich eingesteckt hatte und hielt ihn in Richtung Monster. „Was soll das den werden?“,das Geschöpf konnte sich ein hämisches Lächeln nicht verkneifen. „Versuch er gar nicht dich zu wehren oder möchtest du so enden wie die restlichen Neun hier?“

Nachdem er diese Worte gehört hatte wurde die Verzweiflung in ihm so unendlich groß, dass er mit leeren Blick zusammenbrach und ohne, dass er es bemerkte begannen Tränen seine beschmutzten Wangen herunterzulaufen. „Ist...Ist das also mein Ende? Werde ich einfach auf der ersten Reise auf der Suche nach meinen Vorfahren sterben ohne überhaupt irgendetwas in Erfahrung gebracht zu haben?“, stotterte der junge Mann undeutlich vor sich her. „Mach dir nichts draus Mensch. Du wirst als meine Hülle eine viel größere und bedeutsamere Rolle erfüllen und jetzt halt einfach still und füge dich!“ Mit diesen Worten begann das Wesen einen Zauber zu wirken. Ihre Hände begannen blau aufzuglühen und kurz darauf schoss sie zwei Strahlen auf die Mitte von Morwise Brust. In dem Moment, indem die Stahlen auf ihn trafen spürte Morwise den größten Schmerz seines Lebens. Es füllte sich an als würde man ihn bei lebendigen Leibe verbrennen und gleichzeitig seinen Kopf zum Platzen bringen. Dieses Gefühl hielt zum Glück nur ein paar wenige Sekunden an, aber für Morwise hätten es auch Stunden oder gar Tage seien können. Kurz darauf tiefstes Schwarz...
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Re: Eclipse

am 27.04.18 23:30
Der gefallene Engel hatte leider nicht die Zeit oder den Kopf dafür, sich an der kleinen Hoffnungsatmosphäre zu beteiligen. Nicht mal zu bemerken, dass der Vampir dem Erzengel sehr nahe stand. In der kleinen Reihe, mit der sie sich Stück für Stück fortbewegten, bildete der gefallene Engel den Kopf der kleinen Schlange, dessen Rüstung guten Schutz nach vorne bot.
Je näher sie dem Dämonen näher kamen, desto aggressiver waren die kleinen Fieslinge.
Alsbald stellte sich die Kampftechnik mit dem Speer schwieriger heraus und nur mit großer Mühe war es Yael möglich, auch sauberer zu spielen.
Alsbald sie den Kern erreichten, bemerkte der Gefallene, dass der Erzengel sich aufgelöst hatte, schon bald händigte der Fremde Tahhara zurück.
Abrupt leuchtete das Schwert machter füllt aus, noch strahlender und gefährlicher als zuvor.
[color=#66cc00]„Weißt du schon, wo mit wir es zu tun haben?“[/color[, fragte der Vampir und Yael presste unter der Kettenhaube knurrend die Lippen zusammen.
Die Atmosphäre änderte sich schlagarttig wieder, die kleinen Dämonen bildeten eine Unsichbare Linie vor ihnen, sie standen zwar nur mehrere Meter vor dem Hauptdämon, aber würden sich nur noch minimal durchkämpfen müssen.
Aber anscheinend war das nicht nötig, denn der Kreis der Dämonen schloss sich aus und sie konnten vollends die schattenhafte, feuerglut-leuchtende Gestalt sehen, die genauso aussah, wie die riesige Form, aber nun auf Augenhöhe und ihr Kaliber.
Noch nicht“, flüsterte der Gefallene Engel und begutäugelte den Kreis aus kleinen Dämonen um sich.
Ihr...seid noch am Leben... Wie Kakerlaken...“, zischte der Dämonen zu ihnen und der eidechsenartige Schatten richtete sich auf.
Yael war sich bewusst, dass die Gestalt, die sie sahen, dazu da war, die Identität zu verbergen. Also mussten sie es aufwühlen, damit dieser die Kontrolle darüber verlor.
Von einem törichten Feigling wie dir, der andere für sich kämpfen lässt so einfach besiegen lasse?“, provozierte Yael, machte einen Satz nach vorne, das Aschespeer nach dem Dämon zu werfen. Schwungvoll glitt die Waffe durch die Luft und der Dämon, leise fauchend, wich mit Leichtigkeit zur Seite. Die Spitze des Speeres bohrte sich in den Boden und die Waffe zerfiel, mit dem Boden verschmelzend ins Nichts.
Ich werde euch verschlingen...“, gröhlte es wütend und leuchtete flammend. Ein teil der Dämonen um sie wurde erneut aufgesogen und sie verschmolzen zu einer Einheit. Ein dunkler Schatten mimte Yaels Schemen an und schritt gefährlich auf die Kämpfer zu.
Sei nicht lächerlich Dämon. Je mehr du deine Kräfte nutzt uns Steine in die Wege zu legen, desto feiger wirst du zunehmender!“, schrie Yael und stürmte auf den Schatten zu, um in einem großen Sprung die Abbildung zu zerschlagen. Yaels Rüstung entfachte in eine feuernde Flamme und die Augen leuchteten durch die Kettenhaube.
In der rechten Hand Tahhara und in der Linken erneut ein Aschespeer hervorzaubernd. Mit einem Ruck warf Yael den Speer auf den Dämon. Und das Nächste. Jedesmal versetzte der Gefallene den Dämon zur Bewegung, der sichtlich nicht begeistert wütend funkelte.
Mit Speeren im Abstand werfen, schritt Yael sich langsam auf den Dämon zu, der sich wohl auf die Pelle gerückt vorkam.
Mit erneuten Ansprung warf Yael einen Speer und streifte die Gestalt. Dies verschaffte dem Engel den moment der Ablenkung um mit einem Hechtsprung Tahharas auf ihn niederregnen zu lassen.
Ein wütendes Brüllen erfolgte vom Dämon, der mit einer deutlich schimmernden Klaue die Klinge umklammerte und von sich drückte.
Anschlag im Anschlag standen der gefallene Engel und der Dämon sich gegenüber.
Wut zeigte sich in den Augen des Dämons, die Kornfrontetation half und der Dämon war sichtlich überrascht, sodass er die kleinen Dämonen nicht mehr gezielt steuerte.
Yael führte kurze Schwerthiebe aus und der Dämon kreischte verärgert. Seine Gestalt glimmerte undurchsichtig und man konnte nur minimal seine Gestalt erkennen.
Yael trat den Dämon, der nach hinten schleuderte. Mit einem Schwung riss der Engel dem Dämon ein Bein ein und ein lautes, kreischenes Schreien erfüllte den Raum. Sofort absorbierte es kleine Dämonen und ergänzte seine Gestalt.
Plötzlich bebte der Boden und der Dämon wurde von einem Wirbel umgeben. Eine Kralle schellte hervor, fremd und anders als die schattenhaftige Gestalt von zuvor.Es hatte geklappt!
Das war sein richtiger Arm.
Yael wurde von der gewaltigen Hand erfasst und die Luft erhoben. Tahhara war ihr im Ruck aus der Hand gerissen und als der Staub sich löste, erschien das Monstrum in wahrer Größe.

Stierartige Hörner formten den Kopf. Doch statt des linken Horns, fehlte ein Teil des Rechten.
Es...ist Gadara...“, entkam es aus Yaels Mund. Eine Druckwelle entsprang aus dem Körper des gefallenen Engels. Entflammt stürtzte sich der Engel auf den Gegner und schrie laut.
ES IST GADARA!!!!!“, und als antwort kreischte der Dämon.
“Verflucht seid Ihr!

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Re: Eclipse

am 28.04.18 18:28
Isamu kam zwar mit der großen Klinge klar, doch irgendwie hätte er sich lieber eine handlichere Waffe gewünscht. Es war fast, als hätte die Waffe seinen Gedanken hören können, denn kaum raste ihm der Wunsch durch den Kopf hielt er auch schon ein Kurzschwert anstelle des Zweihänders in seiner Hand. Das Tempo, mit dem er die Dämonen zurückschlug hatte nun endlich wieder zugenommen und es dauerte nur wenige Momente, bis Isamu den Widerstand nicht nur stoppte, sondern sich durch ihn fortbewegen konnte. In seinem Kampfrausch bemerkte er nicht, dass der Gefallene bereits in den Zweikampf mit dem Dämonen verwickelt war, doch plötzlich stoppte jegliche Gegenwehr. Sein Blick wanderte zum Standort des Dämonen und anstelle der schattenhaften Gestalt ragte der eigentliche Körper des Dämonen in die Höhe. Er war nicht so groß wie ursprünglich, aber allerdings auch nicht mehr so groß wie seine Widersacher. Außerdem konnte man ganz klar ein Hörnerpaar erkennen – es war also der Stier. Es dauerte auch nicht lange, bis der Gefallene den Namen des Dämonen klar und deutlich rief. Das war Isamus Zeichen. Er lief los und wich einem Schlag des Dämonens aus. Mit einem Grinsen sprang er auf das Handgelenk des Dämonen und lief den Arm ein Stück weit hoch um dann mit einem Satz in Richtung der Brust zu springen. Dann lief alles in Zeitlupe ab. Er umklammerte den Griff seines Schwertes nun fester als zuvor und wartete auf den richtigen Moment. Kaum war er in der Nähe der Brust durchstieß er diese mit seiner Waffe und sorgte dafür, dass der Dämon nach vorne fiel und auf dem Ascheboden landete. Er war vermutlich nur für einen Moment geschwächt, also stellte sich Isamu wieder den Zweihänder vor und sein Schwert wechselte erneut die Form. Er holte zum Schlag aus und zielte auf den Nacken des Dämonen. Er traf auf Widerstand, doch er holte erneut aus und mit dem zweiten Schlag durchtrennte er den Knochen. Siegessicher zog Isamu die Klinge zurück, doch er hatte nicht bemerkt, dass sich der Körper ohne den Kopf wieder aufgerichtet hatte. Im allerletzten Moment konnte er das Schwert hochziehen um die Pranke des Dämonen zu blocken, doch er wurde dennoch einige Meter weit weggeschlagen. Die Wunde in der Brust des Dämons leuchtete. Erneut lief Isamu auf den Dämonen zu und wartete auf einen Schlag des Dämons. Lange musste er auch nicht warten und er wiederholte das, womit er zuvor bereits Erfolg gehabt hatte. Dieses Mal durchstieß er die Brust mit der Zweihandform des Schwertes und der Dämon ging erneut zu Boden. In einer Stichflamme lösten sich sowohl Körper als auch Kopf des Dämonen auf und verjagten den Rauch. Der erste Sonnenstrahl, der durch die Rauchwolke stieß fiel auf die Klinge, die in dem riesigen Aschehaufen steckte. Isamu trat vorsichtig an die Überreste heran und zog die Klinge aus der Asche, nur um festzustellen, dass sie ihre Kraft vollständig verbraucht hatte und nun nicht mehr als ein normales Kurzschwert war, das lediglich noch vom Aussehen her seiner ursprünglichen Form ähnelte. Das Leuchten war verschwunden, ebenso wie die Kraft, die von der Klinge ausgegangen war. Als der Himmel wieder sichtbar war ging Isamu zu Boden. Sein erster Kampf als Vampir hatte viel mehr Energie beansprucht, als er sich gewünscht hätte, doch er brauchte lediglich eine Pause. Sein Atem ging schwer und er blickte in den nun freien Himmel. „Das war zuviel auf einmal.“, lachte er und schnappte nach Luft. Sein Ziel war nun für den Moment zweitrangig, er war der Meinung dass er sich nun erstmal einen Moment der Ruhe verdient hatte.

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Re: Eclipse

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